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Die kleine Firmengeschichte von

„Momente – Creative Genusserlebnisse“

2003

Der Gedanke reift, dass es Zeit ist, sich selbständig zu machen, insbesondere auch, weil die Herausforderungen im aktuellen Job ausbleiben und somit müssen neue Job-Ideen gefunden werden. Bekannte und Freunde sind sich einig, dass Catering für mich der einzige Weg ist, aber das finanzielle Risiko ist groß. Dennoch – dank der Hilfe von so tollen Menschen wie Anita Halft von der Existenzgründerinnenhilfe in Siegburg werden viele Hürden überwunden und das Projekt „Selbständigkeit“ nimmt langsam Formen an.

01. März 2004 – Startschuß!

Es ist soweit – das Gewerbe ist offziell angemeldet, Räumlichkeiten sind angemietet und die Renovierungsarbeiten sind in vollem Gang!

Ein großes Dankeschön geht an meine Eltern, die dieses Projekt nicht nur finanziell enorm unterstützt haben, sondern insbesondere bei der Renovierung der Betriebsstätte in Hennef eine Riesenhilfe waren!!!

04. September 2004

Hennef, Frankfurter Straße – der „Genussraum“ kann seine Pforten öffnen. Nach diversen baulichen und behördlichen Hürden ist es endlich soweit und wir können offiziell anfangen zu arbeiten! Pünktlich zum Hennefer Stadtfest können wir also unser neues Konzept vorstellen und den Hennefern zeigen, was Fingerfood denn überhaupt ist.

Vom Konzept her fahren wir „zweigleisig“: Es gibt das klassische Catering, also das Beliefern mit Essen, teilweise inklusive Servicepersonal, und dann der „Genussraum“ – ein kleiner Veranstaltungsraum, in dem private Veranstaltungen für zwei bis maximal 16 Personen durchgeführt werden.

Besonders beliebt ist hier das Candlelight-Dinner für zwei Personen und das „Momente“ – Frühstück. Freitags ist „Probierzeit“ – da ist der Genussraum nachmittags geöffnet zum Kennenlernen, Fingerfood probieren und Gewürze etc. kaufen.

Der Anfang ist schwer – Fingerfood ist noch relativ unbekannt und wird gerne mit Canapees gleichgesetzt. Außerdem hört man immer wieder: „Davon kann man doch nicht satt werden!“. Die anfänglichen Mitbewerber sind die klassischen Metzgereien mit ihrem Partyservice und da ist es schwer gegen an zu kommen.

2005 bis 2007

Viel Werbung, verschiedenste Aktionen, ständiges „Netzwerken“ und arbeiten quasi rund um die Uhr zahlen sich letztlich aus.

Wir machen tolle Veranstaltungen für große Kunden wie zum Beispiel Firmen-Kochkurse, wo zwecks Teambuilding Mitarbeiter in kleinen Gruppen zusammen kochen und anschließend alle gemeinsam essen und genießen. Oder Lesungen in einer hiesigen Buchhandlung, die wir mit unserem Fingerfood begleiten dürfen. Caterings im „Haus der Geschichte“ in Bonn, zu einem Krimi-Abend in Köln, viele Candlelight-Dinner bei Kunden zuhause und auch der Genussraum wird regelmäßig gebucht…es geht voran!

Und gerade als alles bergauf geht – kommt einem die Liebe in die Quere! Anfang 2007 lerne ich meinen Mann kennen, was an sich ja kein Problem wäre – ganz im Gegenteil! Aber Ende des Jahres erfahren wir dann, dass er nach Brüssel versetzt werden soll! Was nun? Die Entscheidung fällt schwer, ist aber dennoch schnell gefällt, denn ein Geschäft kann man überall aufbauen, die große Liebe findet man meist nur einmal – also: „Momente“ geht nach Belgien!

28. und 29. Juni 2008

Genussraum außen

Wir verabschieden uns von Hennef!

Eine Nachmieterin für die Geschäftsräume ist gefunden und alle gebuchten Veranstaltungen sind abgearbeitet. Die Abschiedsveranstaltung ist sehr emotional – viele Kunden kommen, um ein letztes Mal mein Fingerfood zu genießen und es gibt viele schöne Abschiedsgeschenke sowie unglaublich nette Worte und gute Wünsche. Das tut einem auf der einen Seite gut, denn es zeigt, dass man die vergangenen Jahre einiges erreicht hat, aber auf der anderen Seite wird man das auch vermissen und es macht den Umzug nicht leichter.

 06. Oktober 2008 bis Oktober 2014

„Hartelijk welkom in Vlanderen!“ – Die erste Veranstaltung in Belgien! Auch wenn es ein Catering für einen Empfang bei uns zuhause ist, der Startschuß für das Weiterführen des Geschäftes hier ist gefallen! Dank guter Mund-zu-Mund-Propaganda geht alles ziemlich flott und alles läuft quasi wie von selbst.

Es entstehen spannende Kontakte wie zum Beispiel zum deutschen Botschafter bei der NATO, wo wir unter anderem in 2009 und 2010 den Empfang zum Nationalfeiertag am 03. Oktober ausrichten dürfen. Das sind immerhin Veranstaltungen mit 400 Personen – und das ist auch für mich absolutes Neuland und eine Riesenherausforderung! Aber alles klappt gut und ich nehme viele neue Erfahrungen mit!

Dank dieses Kontaktes erhalte ich dann in 2011 das Angebot, in Moskau zu kochen! Der ehemalige NATO-Botschafter ist inzwischen deutscher Botschafter in Moskau und seine Frau holt mich dorthin, um eine Veranstaltung zu bekochen, bei der ein NATO-Kochbuch, das in Zusammenarbeit mit den Frauen der Botschafter aller 28 NATO-Nationen erstellt wurde, vorgestellt wird. Für mich bedeutet das, 28 Sorten Fingerfood aus 28 verschiedenen Ländern zuzubereiten! So etwas hatten wir schon in Brüssel gemacht, aber in Moskau ist das nochmal eine ganz andere Herausforderung! Kochen in einer völlig unbekannten Küche, Zutaten sind teilweise schwer aufzutreiben und die Kommunikation mit dem fast ausschließlich Russisch sprechenden Personal machen das Arbeiten nicht leicht. Aber letztlich gelingt eine tolle Veranstaltung und es ist der Beginn vieler Aufenthalte in dieser hoch interessanten Stadt!

Moskau 2013

Letzte Veranstaltung in Moskau und absolutes Highlight der bisherigen „Momente“-Karriere war dann der Nationalfeiertag zum 03. Oktober 2013! Fingerfood kochen für 500 Personen mittags, zwei Stunden Pause zum Aufräumen und dann nochmal ein Empfang für 800 Personen abends, die komplette Serviceorganisation mit eigenem Einsatz im Service bei beiden Veranstaltungen – das war schon heftig! Da hat dann der Champagner, den der Botschafter und seine Frau zum Abschluß spendiert haben, extrem lecker geschmeckt!

Auch hier gehe ich mit einem weinenden Auge, denn insbesondere das Personalteam in der Residenz des Botschafters ist mir ans Herz gewachsen! Tolle Menschen, die einem trotz der Kommunikationsschwierigkeiten eine schöne Zeit bereitet haben!

Mitte 2014 kommt dann der Ruf aus Deutschland: Mein Mann soll wieder zurückversetzt werden und Destination ist diesmal Koblenz. Wie gewohnt geht dann alles sehr schnell – Zusage von Seiten der Bundeswehr Anfang Juni, Arbeitsbeginn in Koblenz am 01. September. Das ließ nicht viel Zeit für die Wohnungssuche insbesondere, wenn man ja auch noch ein Cateringunternehmen unterbringen muss. Gelandet sind wir dann in…

Niederzissen? Wo liegt eigentlich Niederzissen?

Bis zu dem Zeitpunkt kannte ich Niederzissen nur aus dem Verkehrsfunk und nachdem das Internet eine Einwohnerzahl von rund 2500 Seelen nannte, war ich doch ein bisschen skeptisch, ob das ein guter Standort sein würde. Aber heute kann ich sagen, dass es eine wirklich gute Entscheidung war, dort ein Haus zu kaufen! Unglaublich freundliche Menschen, eine tolle Umgebung, schöne Landschaft – wir fühlen uns pudelwohl!

Schild GenussSchmiede

Und als dann die neuen Räumlichkeiten fertig waren und es damit nicht nur das Catering, sondern auch einen neuen Verkaufsladen „Die GenussSchmiede“ gibt, war klar, dass wir alles richtig gemacht haben: Das macht richtig Spaß!

Belgien war eine tolle Zeit und es gibt viele Menschen und viele Dinge, die wir vermissen, aber wer weiß, was uns noch alles in der Zukunft erwartet?

Wir freuen uns schon jetzt auf viele neue und spannende Momente!